Mittwoch, 9. September 2015

Wir schätzen lokal produziertes Gemüse. Dies soll auch in Zukunft so bleiben!

Zwei engagierte Gärtnerinnen mit feinstem Gemüse aus dem Donaufeld  –  produziert im Kreislauf der Natur und auf Erde gewachsen.















Das Donaufeld, eine Gemüsekammer Wiens, ist in Gefahr verbaut zu werden.
6.000 geplante Wohnungen sollen auf einem unserer fruchtbarsten Böden entstehen.
Anstatt der Wiener Bevölkerung gesundes regionales Gemüse zu garantieren, unterstützt
die Politik kurzfristiges Gewinnstreben.

Die Wünsche der Bevölkerung nach leistbaren Wohnungen ist verständlich, doch müssen diese in unserem Gemüsegarten errichtet werden? Obwohl in den letzten Jahren tausende Wohnungen entstanden sind, tausende bereits gewidmet sind, sowie noch viele für die Landwirtschaft nicht ertragreiche Flächen zur Verfügung stehen, soll hier im Donaufeld der Boden geopfert werden. Was ist übrigens mit den ca. 30.000 leerstehenden Wohnungen in Wien? Der Mensch braucht neben dem Wohnen auch „was zum Essen“!

Wir fordern daher:

• Erhaltung des Donaufeldes als Gemüsekammer Wiens
• Sicherstellung der Erzeugung von regionalem und biologischem Gemüse in Floridsdorf
• Belieferung der öffentlichen Wiener Institutionen (z.B.: Krankenhäuser, Kindergärten, etc.) mit lokalem. biologischem Gemüse
• Hände weg von kostbarem Ackerland, das auch unseren nächsten Generationen gehört!

Floridsdorfer lieben Naturprodukte und haben sie im Griff.
WARUM

• nur 12% der Erdoberfläche sind für die Erzeugung von Nahrungsmitteln geeignet und es werden immer weniger
• der Verlust von Böden durch Versiegelung beträgt in Österreich rund 31 Fußballfelder pro Tag.
• Österreich und auch Wien können sich nicht mehr ohne Importe ernähren. Die Abhängigkeit steigt und steigt!
• Städte wurden ursprünglich dort angelegt, wo es guten, fruchtbaren Boden und Wasser gab, so auch in Wien.
• der Mensch hat den Bezug zum Boden verloren, Spekulationsinteressen stehen im Vordergrund.
• Gemüse auf künstichen Substratmatten und Nährlösungen sind auch in den Wiener Glashäusern längs Standard. Wenn sich die Gemüsebauern weiterhin dem internationalen Wettbewerb stellen müssen, werden die Glashäuser vielleicht bald mehrstöckig werden.

Machen Sie unsere Politiker

ulli.sima(at)wien.gv.at                         Mag.a Ulrike Sima, Umweltstadträtin
maria.vassilakou(at)wien.gv.at            Mag.a Maria Vassilakou, Vizebürgermeisterin
michael.ludwig(at)wien.gv.at              Dr. Michael Ludwig, Wohnbaustadtrat
buergermeister(at)wien.gv.at               Dr. Michael Häupl, Bürgermeister

mit Ihrer Stimme oder einem Mail auf diese Fehlentwicklung aufmerksam, z.B.:

„Bitte sorgen Sie für die Erhaltung des fruchtbaren Donaufelder Bodens!
Verhindern Sie hier jede Bautätigkeit!
Die Nahversorgung mit gesundem Obst und Gemüse darf nicht gefährdet
und das Stadtklima nicht beeinträchtigt werden.“

Sonntag, 6. September 2015

Bodenschutz für Wien fordert eine online Petition, die bis 05. Dezember 2015 unterzeichnet werden kann.